Class War is Now! http://classwarnow.blogsport.de "Es herrscht Klassenkrieg, richtig. Aber es meine Klasse, die Klasse der Reichen, die ihn führt. Und wir gewinnen." (Warren Buffet) Fri, 22 Jun 2012 16:09:00 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Zum Viertelfinale: Keine Freundschaft mit dem Sauvolk http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/zum-viertelfinale-keine-freundschaft-mit-dem-sauvolk/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/zum-viertelfinale-keine-freundschaft-mit-dem-sauvolk/#comments Fri, 22 Jun 2012 15:24:51 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/zum-viertelfinale-keine-freundschaft-mit-dem-sauvolk/ Die Regierung der nationalen Rettung muß den Griechen klarmachen, daß »das Schlimmste« vorüber sei, sagt Wahlsieger Samaras. Richtig: Die Wehrmacht ist 1944 abgezogen. Aber noch ist nichts wieder gut.

Von Otto Köhler – jW vom 20.06.


Deutsche Ur-Troika vor der Akropolis in Athen

Alarm aus Köln am vergangenen Samstagmittag vor der Öffnung der Stimmlokale in Athen: »Die Griechenlandwahl kann zum Sargnagel der Euro-Zone werden.« Klemens Kindermann, im Deutschlandfunk Abteilungsleiter Wirtschaft und Gesellschaft, ängstigt sich am Mikrophon, die Griechen könnten den »harten Reformweg« ablehnen und Alexis Tsipras »an die Macht« bringen. Und droht: Dann sei ihnen in der Euro-Zone nicht mehr zu helfen.

Der Mann vom Deutschlandfunk kennt seine Griechen und ihre Hinterlist. Seit der Antike. Schon »der große Aristoteles« habe in seiner »Oikonomika« – außerhalb des Deutschlandfunks stammt die von einem Pseudoaristoteles – insgesamt 77 Tricks zur Steigerung der Staatseinnahmen aufgelistet. Einer sei erstaunlich zeitlos: der Trick, die Zahlungstermine für Staatsausgaben jeden Monat ein bißchen hinauszuschieben, bis dann auf ganze Jahre gesehen ein Monat eingespart ist. Auch der Chef des Linksbündnisses SYRIZA Tsipras werde auf Zeit spielen, Nachverhandlungen zum Hilfsprogramm fordern, Erleichterungen von den Sparauflagen und zusätzliches Geld.

Machtwort aus dem Deutschlandfunk: »Nach all dem, was der Klub der Euro-Zone mit den Nachfahren des findigen Aristoteles durchgemacht hat, muß bei einem Sieg der Linken für Rest­europa feststehen: Das Maß ist endgültig voll.« Zu viel habe sich Athen in der Vergangenheit geleistet: »Die nicht eingehaltenen Versprechen, zu privatisieren, die mangelnde Bereitschaft, die verkrusteten Strukturen im Land endlich aufzubrechen.« Und vor allem: »Die falschen Zahlen für die Aufnahme in den Euro.«

Falsche Zahlen? Heute vor 68 Jahren, am 20. Juni 1944 gab die Reichsregierung auf ihrer Wirtschaftspressekonferenz erstmals die seit Kriegsbeginn geheimgehaltene Außenhandelsstatistik bekannt.

Falsche Zahlen

Das Ergebnis war sensationell: Die deutsche Außenhandelsbilanz aller Jahre seit 1939 erwies sich als nahezu ausgeglichen – das Außenhandelsdefizit mit den von der Wehrmacht besetzten Ländern war verblüffend gering. Kurz, dieses Ergebnis strafte »jene Behauptungen Lügen, wonach das kriegführende Deutschland die besetzten Gebiete und die befreundeten Länder des Kontinents ausbeutet«, schrieb damals der Europapress-Wirtschaftsdienst und bestätigte: »Deutschland hat, wie aus der (…) Statistik eindrucksvoll hervorgeht, im Großen und Ganzen seine Ausfuhrleistungen dem wachsenden Einfuhrvolumen anpassen können.«

Diese Zahlen wurden noch im Nürnberger Prozeß Kurt Hunscha, dem Chefvolkswirt der Dresdner Bank, der Hausbank der SS, geglaubt. Bis heute, so stellt der Historiker Jonas Scherner fest, sind die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Daten »Grundlagen für Aussagen über den Außenhandel Deutschlands im Zweiten Weltkrieg«.

Die Zahlen sind falsch, stellte Scherner in der von Lothar Gall herausgegebenen Historischen Zeitschrift fest (»Der deutsche Importboom während des Zweiten Weltkriegs. Neue Ergebnisse zur Struktur der Ausbeutung des besetzten Europas auf der Grundlage einer Neuschätzung der deutschen Handelsbilanz«: HZ 2012, Band 294, Nr. 1, Seiten 79–113).

Am 19. September 1939 wurde Wehrmachtsgut von Einfuhrzöllen, Verbrauchssteuern und damit auch von der handelsstatistischen Erfassung freigestellt. Und im August 1940 wurde diese Zollbefreiung in einem vertraulichen Erlaß auf alles ausgedehnt, was sich als »Rüstungsgut« deklarieren ließ, von einer »eingehenden Zollbeschau« sei abzusehen. Alles, was der deutsche Soldat für sein Vaterland und für die Lieben zu Haus im Feindesland zusammenplünderte, konnte unerfaßt am Zoll und damit an der Außenhandelsstatistik vorbei.

Scherner stellt fest, daß die Deutschen so »das wahre Ausmaß der Ausbeutung vor den einheimischen Behörden der besetzten Gebiete verschleiern konnten«. Die Zollbeamten hatten nicht das Recht, Warentransporte zu kontrollieren, die von den Besatzern als Wehrmachtsgut deklariert wurden. Für das Reichswirtschaftsministerium war klar, wie nützlich solche Bestimmungen sind: »Für die Wirtschaftspropaganda dem Ausland gegenüber empfiehlt sich die Verwendung der offiziellen deutschen Handelsstatistik.« Was an dieser Statistik vorbeilief, dafür gab es auch im Ministerium nur Schätzungen, die ein Mehr­faches der offiziellen Zahlen betrugen.

Scherner kommt zu dem Ergebnis, daß »die offizielle deutsche Importstatisitik für die Zeit des Zweiten Weltkrieges vollkommen irreführend ist. Denn tatsächlich kam es, im Unterschied zu dem, was die Einfuhrstatistik suggeriert, zu einem spektakulärem Importboom.« Für die besetzten Länder aber bedeutete das den Verfall von Wirtschaft und Währung, unter dem sie immer noch litten, als das wiederauferstandene Deutschland sich seines »Wirtschaftswunders« rühmte. Scherner: »Bis heute sind die vom Statistischen Reichsamt veröffentlichten Daten zur deutschen Handelsbilanz Grundlage für Aussagen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg. Danach war die Handelsbilanz des Reiches in den betreffenden Jahren fast ausgeglichen und das Außenhandelsdefizit mit den besetzten Ländern erstaunlich gering.«

Wie berichtet (»Unsere Schulden in Athen«, jW 19/20.5.2012) hatte der Historiker Hagen Fleischer gegenüber der FAZ eine Forderung Griechenlands benannt, die sogar im Nazireich unbestritten war. Die FAZ: »Ein gänzlich anderer Fall betrifft hingegen die deutsche Zwangsanleihe bei der griechischen Nationalbank. Hier geht es nicht um Reparationen, sondern um die Rückzahlung einer Anleihe, die sogar von Hitlers Deutschland als verpflichtend anerkannt worden war. Noch Anfang 1945 bezifferten Fachleute der Reichsbank in Berlin die Höhe der Schuld des deutschen Reiches gegenüber Griechenland auf 476 Millionen Mark.« Fleischer nennt das eine »moderate Schätzung« und fügt hinzu: »Von dieser Basis aus könnten Verhandlungen in einer Form geführt werden, die keinen Präzedenzfall für andere Staaten darstellt. Zugleich wäre damit dem absurden Zustand ein Ende gesetzt, daß (…) die Vertreter des NS-Regimes eine Schuld Deutschlands anerkannten, die von der demokratisch gewählten und bestätigten Regierung der Bundesrepublik, dem völkerrechtlichen Nachfolger des Deutschen Reiches, bis heute ignoriert wird.«

Ergebnis: Die Länder, denen Angela Merkel heute ihren »Sparkurs«, das deutsche Verarmungsprogramm für Europa, aufzwingen will, wurden damals schon unter deutscher Besatzungsherrschaft ausgeplündert, ihre Währungen wurden inflationiert.

Legalisierte Plünderung

Schon am 15 Juli 1941 machte sich Reichsfinanzminister Lutz Graf Schwerin von Krosigk in einem Brief an Hermann Göring Sorgen über die »ungünstige Entwicklung der Finanzwirtschaft in den meisten europäischen Ländern und Gebieten und die nachteiligen Folgen für die deutsche Wirtschaft«. Wo immer der deutsche Soldat einmarschierte »kam es nach der Besetzung zu einem ungeregelten Ausverkauf, bei dem das anfängliche Nebeneinander der verschiedenen öffentlichen und privaten Käufer – einschließlich der Wehrmachtsangehörigen – bald in ein Gegeneinander ausartete. Die Folge des Ausverkaufes war ein Anziehen der Preis- und Lohnschraube« – die Preise stiegenstark, die Löhne kaum – »und eine weitgehende Verlagerung des Warenverkehrs auf den schwarzen Markt.«

Noch schlimmer als in Polen sei es auf dem Balkan, vor allem »in Griechenland ist der Endpunkt der Entwicklung so gut wie erreicht; es gibt hier einen legalen Markt überhaupt nicht mehr, es gibt kein Preisverhältnis mehr, das zur Grundlage der Stabilisierung und Reorganisierung dienen könnte.« Bei einer längeren Dauer des Krieges komme es darauf an zu verhindern, daß die »Länder, deren Potential wir in Anspruch nehmen, vorzeitig absacken«.

Und hier – im vertraulichen Brief an Göring – gibt der Finanzminister auch zu, daß von einer ausgeglichenen Handelsbilanz mit Griechenland keine Rede sein kann: »Die Clearing-Verschuldung war Ende 1939 noch ganz unbedeutend, Ende 1940 betrug sie noch 953 Millionen, Ende 1941 schon 3251 Millionen RM. Inzwischen hat sie die Fünfmilliardengrenze überschritten, für Ende 1942 werden wir mit sieben Milliarden Reichsmark rechnen müssen…«

Nicht nur das: »Hand in Hand« mit einer »Inangriffnahme des Währungsproblems« könne »für den im Land entstehenden Bedarf der Wehrmacht notfalls auf verschärfte Requisition« – legalisierte Plünderung – »zurückgegriffen werden«. Mit einer insofern »günstigen Wirkung, als auch in anderen Ländern die Erkenntnis reift, daß Deutschland als der Hauptträger des Kampfes stärkere kriegswirtschaftliche Rücksichten verlangen kann.« Schreibt Wolfgang Schäubles Rechtsvorgänger Schwerin von Krosigk und schließt: »Mir scheint das Beispiel Griechenlands (…) hierzu geradezu herauszufordern«.

Griechen sind zu dezimieren

Göring kannte das Problem. Im Gespräch mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano bedauerte er schon mal: »Deutscherseits kann da nichts unternommen werden. Wir können uns nicht übermäßig um den Hunger der Griechen kümmern. Das ist ein Unglück, mit dem auch noch andere Leute zu tun haben.« Und: »Vielleicht ist es gut so, gewisse Nationen müssen eben dezimiert werden. Aber selbst wenn es nicht so wäre, da läßt sich einfach nichts tun. Wenn die Menschheit zum Hungertod verurteilt ist, ist es doch klar: Unsere beiden Völker« – Deutsche und damals noch Italiener – »werden die letzten sein, die sterben.«

Und vor den Militärbefehlshabern gibt er drei Wochen nach dem erhellenden Brief des Reichsfinanzministers seine Erkenntnisse preis: »In jedem der besetzten Gebiete sehe ich die Leute vollgefressen, und im eigenen Volk herrscht Hunger.« Konsequenz: »Die ewige Sorge für den Fremden muß jetzt endlich einmal aufhören.«

Das meint – geistesverwandt – auch Thilo Sarrazin knapp siebzig Jahre später. Am Wahltag gab die Frankfurter Allgemeine am Sonntag dem ausgewiesenen Spezialisten für Negersklavenzinsfüße das Wort zum Kommentar gegen die »Südländer«, wie er höflich die Leute da unten nennt.

Sarrazin, der 1990 im Bonner Finanzminsterium die Grundlagen für die Plünderung der DDR ausarbeitete, ist entsetzt über den tatsächlich etwas unterinformierten US-Historiker Charles Mayer, der fordere, Deutschland müsse seine Verpflichtung für Europa in ähnlicher Weise wahrnehmen, wie vor 20 Jahren für Ostdeutschland. Sachkenner Sarrazin aus erster Hand: »Historiker müssen nicht zahlenfest sein: Aber 17 Millionen Ostdeutsche kosteten Westdeutschland 1,5 bis zwei Billionen Euro. Das läßt erahnen, was 300 Millionen Menschen kosten mögen.«

In der Tat war der Euro-Raum für die – das ist sie geblieben – westdeutsche Wirtschaft ein ebenso gutes Geschäft wie der Anschluß der DDR. Aber Sarrazin verbittet sich auch ausländische Flegeleien, die er empört aufzählt: »Deutschland habe die Krise durch seine egoistische Haltung wenn nicht verursacht, so doch verschärft, und wenn es nicht bereit sei, für die Schulden der Südländer mitzuhaften, dann trage es nicht nur die Verantwortung für ein Auseinanderbrechen des Euro-Raums, sondern für eine Weltwirtschaftskrise, die jene Anfang der dreißiger Jahre in den Schatten stellen könne. Ausgerechnet Deutschland, das durch Brüningsche Sparpolitik die Machtergreifung der Nazis, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust verursacht habe, sei anscheinend bereit, die Welt abermals in den Untergang zu treiben. Das war der Tenor eines Aufsatzes des britischen Historikers Niall Ferguson und des amerikanischen Ökonomen Roubini.«

Ständig die Moralkeule

Solcher Tenor gefällt ihm nicht. Sarrazin genervt: »Es ist auffallend, wie unbefangen, ja impertinent viele angelsächsische Diskussionspartner, aber nicht nur sie, bei der Forderung nach deutschem Geld mit der deutschen Schuld an den Katastrophen des vergangenen Jahrhunderts spielen. 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Deutschen das Recht (und die Pflicht), sich in der internationalen Zusammenarbeit bei finanziellen Fragen von ihrem vernünftigen Eigeninteresse leiten zu lassen, ohne ständig die Moralkeule fürchten zu müssen.«

Richtig, ein so gelungen modernisierter Nazinachfolger wie Sarrazin sieht da die von Martin Walser erfundene Auschwitzkeule auf sich eindreschen. Aber diese Geschichte hat nicht mit Moral zu tun, sondern mit historischen Hypotheken, die Deutschland einfach nicht abtragen mag. Sie gehen zurück auf das Jahr 1941, als Deutschland Griechenland überfiel und ausplünderte.

»Sind es die Leute in den griechischen Städten, die gegenwärtig nur aus Drogenverkäufern, Schwarzmarkthändlern, Hehlern, Dieben, Arbeitsscheuen bestehen«, so fragten damals aus vernünftigem Eigeninteresse die Deutschen Nachrichten in Griechenland, »wirklich wert durch Nahrungslieferungen der Achsenmächte am Leben erhalten zu werden?«

Dieses deutsche Blatt, das 1942 noch nicht Die Zeit hieß (Schlagzeile zur Wahl: »Die ganze Welt will unser Geld«), fragte: »Wie lange noch die Achsenmächte in ihrem harten Abwehrkampf ein Volk von Millionen von Faulenzern ernähren können, das bleibt fraglich.« Das Blatt, das es so gut meinte, wie heute Bild, es klärte damals auch schon die Pleitegriechen auf: »Keiner hilft euch, wenn ihr euch nicht selbst helft. Hört auf mit dem Gezänk, arbeitet und verdient euch euren Lebensunterhalt selbst, sonst könnten die Achsenmächte das Interesse verlieren, euch zu unterstützen. Griechenland muß durch eigene Anstrengung überleben.«

Ob es das wirklich muß, war damals schon umstritten. Generalmajor Karl Hans Maximilian von Le Suire, der 1916 in die Königlich Bayerische Armee eingetreten war und 1943 in Griechenland befehligte, vertrat da eine entschieden andere Ansicht: »Es gibt keine Freundschaft mit dem Sauvolk«, wußte er aus jener geschichtlichen Erfahrung, die in seinen Adern floß. Sein Vorfahr Georg Wilhelm von Le Suire, Kommandant des 1. Königlich Bayerischen Jägerbataillons »König«, begleitete als Kriegsminister den minderjährigen bayerischen Prinzen, der 1832 von außen als »Otto I., König von Griechenland« eingesetzt wurde und mit einem Heer von ins Land eingefallenen Beamten die Griechen solange kujonierte, bis sie ihn 1862 davonjagten.

Nachfahr Karl von Le Suire zog in dieses Land 1943 als Chef der 117. Jägerdivision. Aus den Schulungsschriften des Oberkommandos der Wehrmacht konnte er erfahren: »Auf die nordrassische Bevölkerung, die einst die geschichtliche und kulturelle Größe Griechenlands gestaltete, deuten nur noch geringe Spuren, Griechen seien demnach »grundsätzlich nicht umvolkbar« – das sind sie bis heute nicht, wie Bild tagtäglich informiert.

Damals gab es allerdings ein breites Meinungsspektrum über die Griechen und ihre Art. Der große Humanist Erhart Kästner, der vor und nach 1945 durch seine dann etwas umformulierten Reisebücher berühmt wurde, hatte 1943 in »Griechenland. Ein Buch aus dem Kriege« bedauert, daß »blutsmäßig von den alten Griechen verdammt wenig oder nichts übrig geblieben im heutigen Hellas« – wohin man blickt: »Lemuren und Affengesichter«.

Aber dann doch: »Da waren sie, die ›blonden Achaier‹ Homers, die Helden der Ilias. Wie jene stammten sie aus dem Norden, wie jene waren sie groß, hell und jung, ein Geschlecht, strahlend in der Pracht seiner Glieder« – die einmarschierte Wehrmacht der Deutschen. »Es schien, als sei ein verloren geglaubtes Geschlecht wiedergekehrt und habe mit« – ja – »Selbstverständlichkeit Besitz genommen von diesem Ufer, oder als seien sie immer dagewesen und der Götterberg habe nie auf andere niedergeblickt als auf sie.«

Das war die Großdeutsche Wehrmacht, heute läßt es uns an die Begleitkommandos der Troika denken.

Mit den Helden der Nordilias war auch der erwähnte Generalmajor Karl von Le Suire ins – wie er schnell erkannte – »Land der Nichtstuer, Schieber und Korrupteure« eingerückt. Da kamen einige seiner Soldaten im Kampf mit den Partisanen um. Er ordnete daraufhin als »Sühnemaßnahme« die Zerstörung von Kalavryta und 25 Dörfern an. Vernichtet wurde auch das Kloster Agia Lavra, ein griechisches Nationalheiligtum. Die Vollzugsmeldung für das von Generalmajor Le Suire befohlene Massaker registriert 674 erschossene Griechen. Es war nur eine von den vielen Massenmordaktionen der Wehrmacht in Griechenland.

Brave Bürger

Bonn betrieb bewußt Täterschutz. Der Historiker Hagen Fleischer stellte 2001 fest: »Kein Deutscher wurde wegen an Griechen begangener Kriegsverbrechen von einem deutschen Gericht verurteilt.« Berlin treibt diese Immunität der deutschen Massenmörder in Griechenland noch weiter. Die Bundesregierung klagte gerade erst – natürlich mit Erfolg – vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, weil ein griechisches Gericht Deutschland zu Entschädigungen verurteilt hatte. Das Bonner Finanzministerium aber war hinter allem her, was die Deutsche Wehrmacht in Griechenland in der Eile des Abzugs nicht mitgenommen haben könnte. Der Historiker Hagen Fleischer berichtet: Als die Presse meldete, in Griechenland werde nach einem Schatz gesucht, den marodierende Wehrmachtsoffiziere vor dem deutschen Abzug für bessere Zeiten vergraben hätten, bat man das Auswärtige Amt, eruieren zu lassen, »ob es sich bei den vergrabenen Goldmünzen um deutsches Reichsvermögen handelt und in welcher Weise dieses nachgewiesen werden kann.«

Der Bremer Sozialwissenschaftler und Historiker Karl Heinz Roth hat in einer soeben erschienenen Schrift (»Griechenland: Was tun?« VSA Verlag, Hamburg 2012, 94 Seiten, 9,80 Euro) zusammengefaßt, wie die blonden Achaier damals in Griechenland wüteten und plünderten:

»Unmittelbar nach dem Einmarsch konfiszierten sie alle strategisch wichtigen Rohstoffe und transportierten sie ins Reich ab. Anschließend brachten sie die Montanindustrie und den Transportsektor unter ihre Kontrolle und beuteten sie systematisch aus. Parallel dazu werteten sie die Nationalwährung – die Drachme – ab und etablierten ungleiche Tauschrelationen im Rahmen eines bilateralen Verrechnungssystems. Zusätzlich preßten sie der Nationalbank gewaltige Geldbeträge und Zwangsanleihen zur Finanzierung der Besatzungskosten sowie riesiger militärischer Infrastrukturinvestitionen ab. Durch diese raubwirtschaftlichen Maßnahmen lösten sie eine Hyperinflation aus, die schon im Winter 1941/42 zu einer Hungerkatastrophe mit über 100000 Toten führte. Darauf folgten 1942/1943 die Ausplünderung und Zerstörung von über 1600 Ortschaften im Rahmen der Partisanenbekämpfung, wodurch eine Million Menschen obdachlos wurden. Und als sich die deutschen Okkupanten im Herbst 1944 wieder aus Griechenland zurückzogen, zerstörten sie die die ökonomische und verkehrstechnische Infrastruktur weitgehend. Auf diese Weise teilte Griechenland das Schicksal der besetzten osteuropäschen Territorien, deren sozialökonomische Basis einem in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen Raub- und Vernichtungskrieg zum Opfer fiel.«

Am Sonntag haben die Griechen – so wie es Angela Merkel befahl – mit einer Mehrheit wieder eine Regierung der Kollaboration gewählt, die die Verelendung ihres Landes absichert. Um 21.35 Uhr stand Caren Miosga für die ARD am »Fuße der Akropolis, wo einst die Demokratie geboren wurde«, und zeigte sich froh: »Das Ergebnis könnte für Resteuropa eine große Erleichterung bedeuten« Sie befragte die Wähler. Ein Grieche war mit der Wahl zufrieden. Er sagte: »Wir werden brave Bürger sein und nicht Zigeuner.«

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Blockupy-Nachlese http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/blockupy-nachlese/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/blockupy-nachlese/#comments Fri, 22 Jun 2012 15:08:21 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/06/22/blockupy-nachlese/ Die Blockupy-Aktionstage in Frankfurt liegen hinter und der kommende Aufstand noch vor uns. Nach einer kurzen Sendepause geht’s auch mit diesem Blog weiter. Begonnen wird mit einer Blockupy-Nachlese. Hier ist eine Liste mit Links zu Artikeln im Nachgang der ereignisreichen Tage in Frankfurt:

Pressemitteilungen des EA Frankfurt zu Blockupy via EA Frankfurt
Blockupy-Fazit eines Wuppertaler Aktivisten via „basta!-Wuppertal“
Blockupy – Erfolg oder Niederlage? Telepolis-Artikel von Peter Nowak
Blockupy – erfolgreich gescheitert? Ein Beitrag von Wolf Wetzel via „Eyes Wide Shut“
Es rappelt in der Kiste! IL-Rede zur Auftaktkundgebung (via Interventionistische Linke)
Friede, Freude, Pflastersteine Das Versagen der bürgerlichen Medien (via das Dossier)
Frankfurter Zustände …auf dem Weg in den Polizeistaat (via Anti-Nazi-Koordination FfM)
Medienbeiträge zu Blockupy via Attac

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Info-Veranstaltung des Soli-Komitees http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/info-veranstaltung-des-soli-komitees/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/info-veranstaltung-des-soli-komitees/#comments Thu, 10 May 2012 13:39:07 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/info-veranstaltung-des-soli-komitees/ Am Samstag, den 12.05., vier Tage vor dem ersten Blockupy-Tag am nächsten Mittwoch, veranstaltet das Wuppertaler Soli-Komitee eine Mobi- und Info-Veranstaltung zu den Aktionstagen im Autonomen Zentrum an der Gathe in Wuppertal-Elberfeld.

Neben einer Informationsrunde zu den geplanten Aktionen und zum letzten Stand der Dinge wird es eine zweite Runde geben, in der möglichst schon konkret Verabredungen zu An- und Abreise und zu Bezugsgruppen getroffen werden sollen. Abschließend wird noch ein Film gezeigt.

Info- und Mobi-Veranstaltung im AZ: Samstag, 12.05.2012 ab 19:00 Uhr

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Podcast http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/podcast/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/podcast/#comments Thu, 10 May 2012 13:33:46 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/podcast/ Beim Soli-Komitee engagierte „bastatistas“ haben einen Podcast zur Mobiliserung für Frankfurt gefrickelt – inkl. eines exklusiven „Stussy Vibes“-Mixes:

Download / Play (120 Min. ca.165 MB 192 kBit/s)

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Neues attac-Mobi-Video http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/neues-attac-mobi-video/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/neues-attac-mobi-video/#comments Thu, 10 May 2012 13:31:47 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/neues-attac-mobi-video/

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Blockupy Frankfurt findet statt! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/blockupy-frankfurt-findet-statt/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/blockupy-frankfurt-findet-statt/#comments Thu, 10 May 2012 13:27:18 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/10/blockupy-frankfurt-findet-statt/ Am Freitag der letzten Woche hat die Stadt Frankfurt ein Totalverbot aller Proteste in der nächsten Woche ausgesprochen. Das wird keinen Einfluss auf die Aktionstage in Frankfurt haben – es führt nur zu einer gesteigerten Mobilisierung. Alle aktuellen Infos rund um Blockupy und um das Verbot, sowie die dagegen eingereichten Klagen finden sich bei Blockupy Frankfurt im Netz.

PM: Blockupy-Bündnis fordert Stadt auf, Gespräche am Montag fortzusetzen:
Blockupy PM vom 04.05.
PM: Blockupy-Verbot wird juristisch und praktisch keinen Bestand haben:
Blockupy Pressemitteilung vom 04.05.
Protesterklärungen von Gruppen:
Verschiedene Protesterklärungen gegen das Verbot (vö am 07.05.)
Tausende protestieren gegen Blockupy-Verbot in Frankfurt:
Zur gesellschaftlichen Reaktion auf das Verbot (vö am 07.05.)
PM: Klage gegen Blockupy-Verbot eingereicht:
Blockupy PM zu den eingereichten Klagen vom 07.05.
Aufruf von MusikerInnen und KünstlerInnen zu den
 Blockupy-Protesten:
Protesterklärung verschiedener Musiker und Künstler (vö am 07.05.)
#Blockupy Frankfurt: Findet statt:
Blockupy Newsletter vom 07.05.
PM: Stadt beantwortet Gesprächsangebot von Blockupy mit Demo-Verbot:
Blockupy PM vom 08.05.
PM: Frankfurt verbietet alles! Auch Tanzen der Jugendlichen verboten:
Blockupy PM vom 09.05.

Bei allen Vorbehalten gegenüber Online-Petitionen wollen wir auch den Link zur Blockupy-Online-Protestnote nicht unterschlagen.

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Frankfurt fluten! Blockupy-Mobi-Videos http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/06/blockupy-mobi-videos/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/06/blockupy-mobi-videos/#comments Sun, 06 May 2012 14:26:16 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/06/blockupy-mobi-videos/

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http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/06/blockupy-mobi-videos/feed/
Unterm Strich ein Erfolg. http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/03/unterm-strich-ein-erfolg/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/03/unterm-strich-ein-erfolg/#comments Thu, 03 May 2012 13:58:47 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/05/03/unterm-strich-ein-erfolg/ Das Wochenende zum 1.Mai in Wuppertal aus sozial-revolutionärer Sicht.

Das Fazit zum Wuppertaler Wochenende zum 1.Mai 2012 fällt gemischt aus. Die Repolitisierung der Aktionen und Demonstrationen kontrastiert mit einer Entpolitisierung des Drumrum. Die lokalen Medien sind – ebenso wie die bundesweiten Leitmedien – ausschließlich auf «Action» fixiert und ignorieren die politischen Aussagen der Demonstrationen vollständig. Der Aufgabe, die politischen Inhalte demnach aus den Mai-Demonstrationen heraus nach außen zu vermitteln, waren wir noch nicht wirklich gewachsen. Dennoch macht die Zahl der Teilnehmenden und das Engagement Vieler bei der Mobilisierung und Organisation der dicht aufeinanderfolgenden Ereignisse Mut für die nächsten Tage und Wochen, in denen die Fokussierung weiterhin auf der Mobilisierung zu den «Blockupy»-Protesten vom 16. bis 19.Mai in Frankfurt liegt. Unter dem Strich dürfen sowohl die Vorabend-Nachttanzdemo, als auch die wieder einmal unangemeldete Autonome 1.Mai-Demonstration als Erfolg gewertet werden. Die Beteiligung an der Demonstration der Gewerkschaften am Mittag des 1.Mai erwies sich hingegen als ziemlicher Flop.

***

Die Wuppertaler Presse ignoriert die politischen Anliegen und Aussagen der linken Demonstrationen im Umfeld des 1.Mai gewohnheitsmäßig, ebenso wie die bundesweiten Medien. Dies geschieht, obwohl sie aus der Vergangenheit hätte lernen können: immerhin thematisierte die linksradikale Szene 2010 bereits die kommunale Finanzkrise, als im Tal noch niemand wirklich davon wissen wollte, und schließlich wurde durch die radikale Linke und die Antifa bereits auf das wachsende Problem mit Nazi-Gewalt in der Stadt hingewiesen, als Stadt und Lokalpresse die Existenz einer Wuppertaler Nazi-Szene in völliger Blindheit noch schlicht leugneten. Doch Lernen setzt auch den Willen dazu voraus. Bezeichnend, dass der bei der Vorabend-Demo anwesende Journalist der WDR-Lokalzeit anscheinend enttäuscht von ausbleibenden Auseinandersetzungen gegen 23:00 Uhr abschob, und die Vorabend-Demo dann im Lokalfernsehen auch gar nicht erst stattfand.

Überraschend ist es natürlich nicht, dass auch 2012 keine politischen Inhalte wiedergegeben wurden. Die unter dem Motto «Kapitalismus wegbassen!» stattfindende Vorabend-Nachttanzdemo am 30.04. und die Autonome 1.Mai-Demonstrationen «für eine soziale Revolution» standen in diesem Jahr analog zu den Demonstrationen in Berlin und anderswo ganz im Zeichen einer Thematisierung des durch die herrschende Klasse immer intensiver geführten Krieges gegen die Bevölkerungen des Trikont und Südeuropas. Unsere Aufgabe wäre es demnach gewesen, diese Inhalte aus den Aktionen und Demonstrationen heraus vernehmlich nach außen zu tragen.

Das ist leider nur unvollständig gelungen. Ein Hauptprobleme ist dabei sicher, dass die Vorabend-Nachttanzdemo einen ambivalenten Rahmen bildet. Einerseits aufgrund der öffentlichkeitswirksameren Route für eine politische Vermittlung bestens geeignet, türmen sich durch das partygerechte Demo-Konzept andere Schwierigkeiten auf. Die gehaltenen Reden – es gab Redebeiträge am «Alpenmax» und vor dem «Pavillon» zur Duldung stadtbekannter NazischlägerInnen in einzelnen Clubs der Stadt und wiederkehrende Mobilisierungen zu «Blockupy» in Frankfurt – versandeten regelmäßig etwas in der tanzwütigen Crowd, sodass die sinnvollerweise diesmal gebildete Demospitze mit einem «Smash Capitalism»-Fronttransparent die politische Vermittlung beinahe alleine schultern musste. Dafür jedoch war sie nicht groß genug und auch nicht optimal zusammengestellt.

Ein weiteres, wiederkehrendes Problem der zum zweiten Mal durchgeführten Vorabend-Demo ist die Route selber. Wurde im Vorjahr die «B7» als furchtbar empfunden, so zog sich in diesem Jahr der Weg über den Hofkamp zum Schauspielhaus teilweise arg in die Länge, sodass von den zwischenzeitlich bis zu 350 Teilnehmenden in der Elberfelder Innenstadt etliche auf der Strecke geblieben waren, als die Demo endlich gegen 23:00 Uhr bei der zweiten Zwischenkundgebung angekommen war. Der Weg vom Schauspielhaus zurück war dann wieder angenehm und gut gelaunt, wozu die diesmal insgesamt defensive Vorgehensweise der Polizei beitrug. Mit einem schönen Feuerwerk am «Autonomen Zentrum» empfangen, löste sich die «basta!»-Vorabend-Nachttanzdemo gegen 00:30 Uhr schließlich an der Markomannenstraße auf.

Die Vorabend-Nachttanzdemo bietet enormes Potential, was sich nicht nur an der deutlich gestiegenen Zahl der Teilnehmenden ablesen lässt. Mehr als bisher sollte in Zukunft jedoch darauf geachtet werden, die Chance zur Vermittlung politischer Inhalte besser zu nutzen.

Dies gilt umso mehr, da die Vorabend-Demo einen demobilisierenden Einfluss auf alle Versuche hat, am Folgetag politische Inhalte bei der Mai-Demonstration der Gewerkschaften zu setzen. Die Beteiligung eines «antikapitalistischen Blocks» fiel fast vollständig aus. Zwar stellte sich eine kleine Gruppe den teilnehmenden GewerkschafterInnen (geschätzte TeilnehmerInnenzahl: etwa 750 Menschen) an der Kluse zur Begrüßung mit einem klassenkämpferischen Transparent kurzzeitig in den Weg, und griff so das Murren der mit ihrer Führung unzufriedenen Basis der Gewerkschaften auf, doch fand sich im Anschluss keine wahrnehmbare, geschlossene Gruppe im Demonstrationszzug. Die Parolen an der Demo-Spitze zur deutschen «Sozialpartnerschaft», die mitverantwortlich für die Demontage der Lebensbedingungen in Europs Süden ist, (…das Frontbanner forderte beispielsweise «faire Leiharbeit»…), blieben so fast unwidersprochen. Der Eindruck von der DGB-Demo war deshalb wieder ein äusserst langweiliger, was auch nicht dazu beitragen wird, in den nächsten Jahren eine stärkere Präsenz antikapitalistischer Gruppen zu fördern. Bleibt es im nächsten Jahr bei einer Vorabend-Nachttanzdemo, wogegen grundsätzlich nichts spricht, sollte überlegt werden, sich die Frustration am nächsten Mittag lieber ganz zu ersparen.

Dass auch das anschließende, «entschlossen solidarische» Bratwurstessen der Gewerkschaften samt frohsinigem Bürgermeister Jung (CDU) auf dem Laurentiusplatz mangels «revolutionärer Massen» weitgehend unpolitisch und ungestört blieb, rundete das ernüchternde Bild vom «Flop» schließlich ab.

Wenig später am «Autonomen Zentrum» an der Gathe angekommen, sah alles zunächst nach einer weiteren Enttäuschung aus, sammelten sich dort zunächst nur ähnlich wenige TeilnehmerInnen wie im letzten Jahr, als der 1.Mai auf einen Sonntag fiel. Doch scheinbar hatten viele aus den Platzverweisen und Personenkontrollen von 2011 gelernt – im Laufe der Demonstration wuchs der Zug beständig an. Auf der Hochstraße wurde eine Teilnehmendenzahl von 400 geschätzt. Leider war die Einsatzleitung der Wuppertaler Polizei – Polizeipräsidentin Radermacher begleitete die Demonstration – nach den Ausbruchversuchen des letzten Jahres zu einer engeren Begleitung der Demospitze zurückgekehrt. Teilweise erinnerte der Einsatz an einen «offenen Wanderkessel», so dicht waren die Reihen der Uniformierten an der Spitze, seitlich und hinter der Demo gestaffelt. («Ich dachte erst, dass die Polizei demonstriert», so eine Anwohnerin.) Daher blieben die allseits beliebten Richtungsänderungen im Straßengewirr der Norstadt in diesem Jahr aus, und leider war deshalb auch eine intensivere inhaltliche Ansprache der AnwohnerInnen schlicht nicht möglich. Trotz gerufener Parolen wie «Hand in Hand mit Griechenland – Widerstand zum Flächenbrand!», hatten viele keine Ahnung «wofür oder wogegen» demonstriert wurde. So erreichte die 2012er Ausgabe der traditionell unangemeldeten Wuppertaler autonomen 1.Mai-Demo diesmal schon nach nur zwei Stunden den Zielort auf dem Schusterplatz, wo das auch bei den AnwohnerInnen beliebte autonome Schusterplatzfest den Tag abrundete. Neben Getränken, Musik und Volxküche gab es auch auf dem Schusterplatz noch einmal Beiträge, die zu Folgeterminen mobilisieren sollten: zu den «Blockupy»-Aktionstagen in Frankfurt, zum «NoBorder-Camp» in Düsseldorf und Köln im Juli, sowie zum «Antifa-Camp» in Dortmund im Spätsommer.

Auch im Verlauf des 1.Mai gab es keine größeren Zwischenfälle. Teilnehmende und Polizei agierten eher zurückhaltend – sieht man von den schikanösen Personenkontrollen und Platzverweisen durch die Polizei an der Ecke Friedrich-/Markomannstraße vor Beginn der autonomen Demo einmal ab.

Dieser Tatsache lässt sich auch von unserer Seite ein positiver Aspekt abgewinnen – kann sie doch auch in den Kontext einer «Repolitisierung» der Mai-Demonstrationen gestellt werden. Folgt man den Aufrufen zu den verschiedenen Aktivitäten des langen Wochenendes, gibt es derzeit Wichtigeres als Laufsport im Viertel – u.a. die Vorbereitung auf die Protesttage in Frankfurt.

Zum Abschluss noch ein Wort zum Oelbergfest, das am Samstag, den 28.04. das ereignisreiche Wuppertaler Mai-Wochenende einleitete: Die Veranstaltung, die noch nie eine primär politische Angelegenheit gewesen ist, war in diesem Jahr noch weniger eine Plattform für Inhalte als in den Vorjahren. Hieß es im Vorfeld, der ausufernde Verkauf von Speisen und Getränken solle eingeschränkt werden, bot sich zumindest auf der Marienstraße ein ganz anderes Bild. Gefehlt haben diesmal vor allem die Informationstische und -stände, sodass die einzigen Gelegenheiten zur politischen Auseinandersetzung der «autonome Schulhof» in der Marienstraße und die Aktion von «Kein Mensch ist Illegal» auf dem Schusterplatz waren. Als Rahmen zur Thematisierung politischer Anliegen war das Oelbergfest ein Ausfall – es dominiert mittlerweile eine zum Teil orientierungslos auf «dem Berg» herumirrende auswärtige Menge – stets auf der Suche nach Bespaßung.

Einzig erwähnenswert blieb somit die Attacke auf einen Quartiersbus der Stadtwerke, in dem bekannte weibliche Nazis versuchten, den Ort des Geschehens zu verlassen. Im Gegensatz zur von der Wuppertaler Polizei vorgefertigten Berichterstattung der WZ bleibt dazu festzuhalten, das der wesentliche Teil der hinter dem Bus herstürmenden Menschen Nachbarn und Nachbarinnen des Oelbergs waren – und nicht die Antifa. Chapeau! Ein, auf einen Linienbus geworfener Stein bleibt natürlich scheisse, es darf aber nicht übersehen werden, dass auch das Verhältnis zwischen «unpolitischer» Hood und Nazis zunehmend eskaliert – ein (noch immer unbestätigter) Vorfall wie am letzten Freitag, bei dem Wuppertaler Nazis angeblich eine migrantische Frau angegriffen haben sollen, trägt sicher nicht zur Beruhigung bei. Bei einem Vorgang, der auch intern nicht vollständig zu klären ist, pauschal «linke Chaoten» verantwortlich zu machen, ist daher schlicht diffamierend.

Straße frei für den ersten Mai! Auf nach Frankfurt vom 16.-19.Mai!

Ein Mensch aus der Vorbereitungsgruppe

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Time is up! Aufruf des Wuppertaler Soli-Komitees http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/28/time-is-up-aufruf-des-wuppertaler-soli-komitees/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/28/time-is-up-aufruf-des-wuppertaler-soli-komitees/#comments Sat, 28 Apr 2012 11:31:55 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/28/time-is-up-aufruf-des-wuppertaler-soli-komitees/ Das Wuppertaler Soli-Komitee ruft zur Teilnahme an den Blockupy-Aktionstagen in Frankfurt vom 16.-19.05. auf. Zur Mobilisierung beteiligt sich das Soli-Komitee an verschiedenen Aktionen und führt eine eigene Info-Veranstaltung durch. „Time is up! BE MAY!“ ruft zu einem protestreichen Mai 2012 auf. Hier ist der ganze Aufruf mit den einzelnen Terminen:

Time is up! Es ist Zeit.

Die Lebensbedingungen von Millionen Menschen stehen auf dem Spiel. Die kapitalistische Klasse führt einen Generalangriff auf die soziale Basis der Menschen. Dies geschieht durch Abwälzen ihrer Schulden auf die Bevölkerungen. Besitzende und Herrschende versuchen, ihr jahrzehntealtes Gerede über eine sogenannte Alternativlosigkeit eines neoliberalen Umbaus der Gesellschaften zu zementieren, bevor es niemand mehr glaubt. Sie wollen eine privatisierte und kalte Gesellschaft unumkehrbar machen, indem sie die „Schuldenkrise“ dazu benutzen, die letzten Reste solidarischer gesellschaftlicher Strukturen abzuschaffen. Sie versuchen, das vielbeschworene „Ende der Geschichte“ festzuschreiben, bevor ihre Geschichte zuende geht, weil alle feststellen, dass es gar kein Happy-End geben kann.

So wie vor Jahren die „Chicago-Boys“ die Blaupause für eine verbrecherische Politik der USA in Lateinamerika lieferten, so leiten nun die europäischen Thinktanks des Kapitals die Bundesregierung an, eine verbrecherische Politik gegen die Bevölkerungen Europas zu exekutieren. Daher muss vor allem in Deutschland der brutalen EU-Politik etwas entgegengesetzt werden.

Deshalb rufen wir zu umfassenden Protesten im Mai auf. Time is up!

Bonnie-Time

basta! Vorabend-Nachttanzdemo am 30.04.

Es ist Zeit, den Kapitalismus wegzubassen und miteinander vor den vielfältigen Protesten des Frühjahrs Zuversicht, gute Laune und gemeinsames Erleben zu tanken. Wir sind viele und wir sind laut! Deshalb rufen wir zur Teilnahme an der zweiten Wuppertaler Vorabend-Nachttanzdemo von basta! am 30.04. auf.

Eine Revolution ohne Tanzen ist eine Revolution die sich nicht lohnt!
Treffpunkt: 30.04. 21:00 Uhr, Deweerthscher Garten (Robert-Daum-Platz)

Antikapitalistischer Block bei Gewerkschaftsdemo am 01.05.

Time is up! Es ist Zeit, dem DGB zu zeigen, wie Solidarität mit den von der EU-Krisenpolitik betroffenen Menschen in Europa und der Welt aussieht, die die deutschen Gewerkschaften vermissen lassen. So, wie sie, als willfährige Erfüllungsgehilfen diverser Bundesregierungen, seit Jahren die «Working Poor» und «Überflüssigen» oft alleine lassen, um ihre Klientelpolitik abzusichern, so ignorieren sie jetzt auch zusammengeknüppelte Streikende in Spanien oder um ihren Lohn beraubte Kollegen und Kolleginnen in Griechenland. Deshalb rufen wir dazu auf, bei der Maidemonstration der Gewerkschaften im Tal einen antikapitalistischen Block zu bilden, und den Gewerkschaften zu zeigen, was wir von ihrer Politik der Anbiederung halten.

Treffpunkt 1: 01.05.2012 – 10:30 Uhr am Bhf W-tal-Unterbarmen
Treffpunkt 2: 01.05.2012 – 11:00 Uhr am Schauspielhaus (Kluse)

Autonome 1.Mai-Demonstration in Wuppertal am 01.05.

Es ist Zeit, den autoritären Herrschaftskonzepten, mit denen die EU-Krisenpolitik – insbesondere die der deutschen Regierung – durchgesetzt werden sollen, entschlossen entgegenzutreten. In Griechenland, Spanien, in Großbritannien und in anderen Staaten werden inzwischen Demonstrationsrechte abgeschafft und jede freie Meinungsäußerung kriminalisiert. Die Maske ist gefallen, das kapitalistische System erklärt seine eigenen scheindemokratischen Regeln für ungültig. Die Menschen erblicken nun auch in Europa jene autoritäre Fratze der Besitzenden und ihrer Büttel, die die Menschen im Trikont schon so lange kennen. Mal hat sie das Gesicht eines Barroso, einer Merkel oder eines Sarkozy. Und mal lugt sie unter Helmen hervor, den Knüppel bereitwillig in der Hand – gegen jeden möglichen aufkommenden Widerstand versuchen sie, sich mit nationalen Antiterroreinheiten und europäischen Sicherheitsarchitekturen abzusichern. EU-Strukturen wie «FRONTEX» für die EU-Außengrenzen oder «EUROGENDFOR» für die Innenpolitik sind dabei beständig aufgerüstete und weiterentwickelte Machtinstrumente in ihren Händen.

Deshalb rufen wir zur Autonomen 1.Mai-Demonstration in Wuppertal auf.
Treffpunkt: 01.05.2012 – 14:00 Uhr Gathe, Höhe AZ (Markomannenstr.);
anschließend auf dem Schusterplatz (Oelberg): Autonomes Straßenfest.

Occupy-Aktionstage Düsseldorf am 12. und 15.05.

Time is up! Es ist Zeit, gemeinsame neue Perspektiven des Widerstands zu organisieren – in Deutschland, in Europa und weltweit. Alleine werden sie uns fertigmachen, versuchen, unsere Kämpfe voneinander zu trennen, uns gegeneinander in Stellung zu bringen, um uns schließlich ruhigstellen zu können. Alte und neue Protestformen müssen zusammenfinden. Deshalb rufen wir zu den weltweiten «Occupy»-Protesten am 12.05 und am 15.05. auf. Achtet auf entsprechende Aufrufe von «Occupy Düsseldorf».

Treffpunkt: 12.05. – 14:00 Uhr und 15.05.2012 – 12:00 Uhr – jeweils am Camp von «Occupy Düsseldorf» (Martin-Luther-Platz)

Blockupy – Frankfurt – 16. bis 19.05.

Es ist Zeit, den herrschenden Eliten klar zu machen, dass ihr Großangriff auf die sozialen und demokratischen Rechte der Menschen nicht widerstandslos bleiben wird. Dass immer mehr Menschen in Europa Solidarität entwickeln, und ihren Widerstand vernetzen, anstatt sich auseinanderdividieren zu lassen, und dass sie die rassistische EU-Praxis nach innen und nach außen durchschauen und nicht länger hinnehmen wollen. Das Wuppertaler Solidaritäts-Komitee gegen die EU-Krisenpolitik ruft deshalb zur Teilnahme an Blockupy auf.

Während der von «attac», der «Interventionistischen Linken», von «Occupy FfM» und anderen Gruppen initiierten Blockupy- Aktionstage in Frankfurt/M soll es am Freitag, den 18.05. zu einer Besetzung des Bankenviertels kommen, wozu Aktivistinnen und Aktivisten aus ganz Europa erwartet werden. Viele von ihnen werden bereits ab dem 16.05. anreisen, um zu planen, zu organisieren, an den Abenden gemeinsam zu feiern und sich auszutauschen. Am Samstag, den 19.05. wird es zum Abschluss der Aktionstage eine große europaweite, zentrale Demonstration in Frankfurt geben.

Die Möglichkeiten zur Beteiligung an den Protesten sind vielfältig und reichen von einer Demoteilnahme am 19.05. bis zu öffentlichem Zelten in der Innenstadt und zu Blockadeaktionen an den Tagen zuvor. Es ist wichtig, dass durch eine möglichst große Beteiligung an Blockupy ein Signal an Besitzende und Herrschende ausgeht, dass ihre Zeit endgültig abgelaufen ist.

Wir möchten allen Interessierten eine gemeinsame An- und Abreise nach Frankfurt an den verschiedenen Tagen ermöglichen. Hierzu organisieren wir Fahrtgelegenheiten. Außerdem bemühen wir uns, eine Anzahl Schlafplätze in Frankfurt zu ergattern.

Mobilisierungsveranstaltung im AZ Wuppertal – SA. 12.05.

Über die verschiedenen Aktionsformen und die Choreografie der Proteste werden wir im Rahmen einer Informations- und Mobilisierungsveranstaltung am Samstag, den 12.05. berichten. (Autonomes Zentrum, Markomannenstr., Wuppertal-Elberfeld, Beginn: 19 h) Zudem soll im Rahmen der am gleichen Tag stattfindenden «Occupy»-Demo in Düsseldorf ein Blockadetraining stattfinden.

BLKSK!-Reisekassen-Soli-Party im AZ WUPPERTAL – SA 05.05.

Darüber hinaus veranstaltet das Autonome Zentrum gemeinsam mit dem BLKSK!-Team und dem Soli-Komitee eine Woche zuvor, Samstag, den 05.05., im Autonomen Zentrum an der Markomannenstr. eine Soli-Party, mit der die solidarische Reisekasse gefüllt werden soll. Mit ihr soll lokal und international die Anreise von Aktivistinnen und Aktivisten nach Frankfurt ermöglicht werden.

Kontakt
Interesse am gemeinsamen Protesten in Frankfurt, an An-und Abreise, an Unterkunft, an Bezugsgruppen und so weiter? Alle Interessierten sollten sich schnellstmöglich mit uns in Verbindung setzen.
Schreibt uns eine E-Mail an info [at] soli-komitee-wuppertal.mobi

Time is up!

Das Wuppertaler Solidaritäts-Komitee gegen die EU-Krisenpolitik trifft sich im Vorfeld von Blockupy noch zweimal öffentlich, donnerstags im Lokal Hayat in der Schreinerstr. auf dem Elberfelder Oelberg. (03.05. und 10.05.,jew. 19:30 h)

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Wenn Frankfurt, dann ums Ganze! http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/27/wenn-frankfurt-dann-ums-ganze/ http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/27/wenn-frankfurt-dann-ums-ganze/#comments Fri, 27 Apr 2012 14:05:07 +0000 Administrator Resist! http://classwarnow.blogsport.de/2012/04/27/wenn-frankfurt-dann-ums-ganze/ Blockupy Aufruf des Bündnisses „ums Ganze“:

16.-19.5. Wenn Frankfurt, dann umsGanze!
Barrio Anticapitalista auf dem Blockupy-Camp

Für ein Ende der Gewalt

Der europäische Kapitalismus soll mit immer brutaleren Maßnahmen saniert werden. Trotzdem greift die Krise weiter um sich, nach Griechenland steht Spanien vor dem Kollaps. Widerstand hatte es bislang schwer, denn die Proteste waren nationalstaatlich gespalten. Mit den europaweiten Krisenprotesten 2012 soll sich das ändern.

Rückblick: Am 31. März fand der europaweite Aktionstag M31 – European Day of Action against Capitalism statt. In über 40 Städten wurde mit Demonstrationen, Kundgebungen und Versammlungen ein Zeichen gegen neoliberale Krisenpolitik und das Elend des globalen Kapitalismus gesetzt. Der Aktionstag war ein erster Schritt, antikapitalistische Kritik über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen. In Deutschland fand die zentrale Demonstration mit über 6ooo Teilnehmenden in Frankfurt am Main statt. Am Rande der Demonstration kam es zu direkten Aktionen gegen Institutionen kapitalistischer Disziplinierung: den Sitz der EZB, eine Arbeitsagentur, eine Leiharbeitsfirma und die Stadtwache.

“It’s not enough to be angry”

Vom 16.-19. Mai 2012 steigen die nächsten Action Days in Frankfurt: Blockupy Frankfurt, mit Versammlungen, Blockaden und einer internationalen Demo. Neben antikapitalistischen Gruppen werden sich vor allem globalisierungskritische Initiativen und ein breites Spektrum aus Krisenbündnissen, Gewerkschaftslinken, Occupy und Attac beteiligen. Gerade hier kommt es also darauf an, unsere Kritik an Staat, Nation und Kapital in die Diskussion und auf die Straße zu tragen. Ein Erfolg des bundesweiten M31-Bündnis war seine Kritik verkürzter Krisenanalysen und Reformkonzepte. Wir konnten zeigen, dass nicht die vermeintliche “Gier” von “Bankern und Bonzen” das Problem ist, sondern der Kapitalismus selbst, als gesellschaftliches System. Eine solche Kritik ums Ganze müssen wir in den Krisenprotesten verankern. Andernfalls werden auch diese Proteste vereinnahmt. Wir müssen das Spektakel des Bestehenden herausfordern, eine radikale Kritik entwickeln und uns weiter organisieren.

In diesem Sinne: für den Kommunismus!

Seid widerständig und kommt zu den European Action Days vom 16.-19. Mai in Frankfurt

…umsGanze! organisiert ein Barrio Anticapitalista auf dem Blockupy-Camp, mit Workshops, Diskussionen und lecker Bierchen. Programm folgt.

Internationale Demonstration: Samstag, 19. Mai 2012 12 Uhr Hauptbahnhof
Kommt zum antikapitalistischen Block!

Für ein Ende der Gewalt – Kapitalismus abschaffen!

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